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  • Ines Balcik

Spiel des Lebens

Bekanntlich habe ich mein Herz hoffnungslos an Tennis verloren, wenn auch inzwischen mehr passiv als aktiv. Coronabedingt gab es fürs Publikum in diesem Jahr nicht viel zu sehen, aber da zurzeit die Profis in Roland Garros im Einsatz sind (zu einer ungewohnten Jahreszeit), ist Tennis wieder weiter ins Zentrum gerückt. Das nehme ich als Anlass, um endlich zwei Bücher vorzustellen, die ich schon vor einigen Monaten gelesen habe.

Drüben im Sprachblog schrieb ich bereits, dass WIN (With Intention Now), das neue Buch von Christian Jaerschke, sehr empfehlenswert ist für alle, die sich mit Mentaltraining im Sport beschäftigen möchten. Mentaltraining lohnt sich übrigens schon für ganz normale Bewegungsfreudige, man muss keine Spitzenleistungen vollbringen wollen, um vom mentalen Training zu profitieren. Ich weiß das, seit ich vor Jahren durch den Coach Elmar Egold darauf gestoßen bin, wie gut Mentaltraining in allen Lebensbereichen wirkt. Jaerschkes Buch gibt umfassendes Wissen zu mentalen Techniken und ihren Wirkungen an die Hand und liefert jede Menge Hintergrundwissen zum Thema. Erfahrungsberichte von Spitzensportler*innen runden das Buch ab. Es ist gut gegliedert und schön gesetzt, so dass es sich auch gut zum Querlesen oder zum gezielten Heraussuchen spezieller Punkte eignet.


Auf das andere Buch bin ich eher zufällig gestoßen. Es heißt: Lucky Loser. Wie ich einmal versuchte, in die Tennis-Weltrangliste zu kommen. Was der Autor Felix Hutt schildert, habe ich sehr gerne gelesen. Denn obwohl mich von seinem Leistungsvermögen Welten trennen, konnte ich doch so vieles nachvollziehen, was er schreibt. Denn eins wird bei der Lektüre völlig klar: Tennis ist Leben, Leben ist Tennis. Für durchschnittliche Freizeitspielerinnen für mich auf einer völlig anderen Ebene zwar als für Halb- und Vollprofis, und doch: Ich kann mir kaum eine Sportart denken, die besser auf die Höhen und Tiefen des Lebens vorbereitet. Wer auch nur ein bisschen Nähe zum Tennis hat, wird sich an vielen Stellen dieses Buchs wiederfinden. Auch oder gerade dann, wenn man niemals auch nur daran gedacht hat, Weltrangpunkte erringen zu wollen.



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